Erinnerungen

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Wenn du mich fragt, ob ich noch an dich denke
Mach' ich das Gleiche wie damals, sag' immer noch nein
Und das ist bedingt auch die Wahrheit
Doch ab und an holt es mich immer noch ein
Ich hab' so oft durchdacht und heute bin ich mit Dingen im Rei'n
Was du auch machst, egal werden wird's nie
Solang' wir so viel Erinnerung'n tei'n
Denn ohne dich, wär' ich nich' das, was ich bin
Die immer noch dort, immer noch der
Hast du es geschafft?
'n anderer Weg, 'ne andere Stadt, was hab' ich verpasst?
Frag' mich nur, wie es dir geht und was du so machst

Hinter all diesen Fassaden hängt ein Teil von dir
Das Bild in meiner Fantasie, es ist gemalt von dir
Uns're Grenzen sind geschlossen, letzte Sätze längst gesprochen
Doch wir ham uns nie, ich hab' dich nie
Ich hab' dich, ich hab' dich nie

Ich hab' mich neulich gefragt, ob dich interessiert, was bei mir passiert ist
Die Spuren im Sand, sie verlier'n sich
Die Welt hat sich weiter gedreht
Heute lebt jeder sein eigenes Leben
Doch manche Geheimnisse bleiben Geheimnisse, die nur wir beide versteh'n könn'
Wie ist dein Plan? Wo gehst du hin? Was hab' ich verpasst?
Ich kann nur ahn', wo du g'rad' bist und was du so machst

Disarstar - wach.

Letzte Woche habe ich versucht in Erfahrung zu bringen, wo du gerade bist, was du so machst, wie es dir geht und ob du immer noch derselbe bist, wie damals. Ich bin es jedenfalls nicht mehr. Alle Erinnerungen an dich, habe ich vor Kurzem weggeschmissen. Schade eigentlich, denn gewisse Textzeilen haben mich immer an dein wahres Gesicht erinnert und warum es der richtige Weg war, dich loszulassen. Du warst kacke. Vielleicht bist du es ja immer noch. Vielleicht ist nichts aus dir geworden. Vielleicht plagen dich Schuldgefühle. Vielleicht hast du weiter gemacht wie bisher, Menschen verloren, weiterhin scheiße gebaut aber vielleicht bist du auch an deinen Aufgaben gewachsen, hast Fehler eingesehen, dich geändert.. so wie ich.

Ich mein, wie alt waren wir damals?! Es ist lange her.. Du hast mich geprägt, ich denke immer noch ab und an an dich. Würde gerne wissen, was aus dir geworden ist.
Man sieht sich immer 2x im Leben. Vielleicht hat das Karma dich erwischt, aber meld dich mal. Lass zusammen ein Bier trinken.

Erik Fish - Zwilling

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Ewig treibt die Frage mich,
darf ich? Will ich? Kann ich oder nicht?
Grinsend zeigt sich mein Dämon,
der mich quält, so lange schon.
Heute böse, morgen gut.
Schwarz und weiß, es steht mir beides gut.
Denn ich bin ja nie allein.
Ich bin Abel, ich bin Kain.
Manchmal steh ich neben mir
und schrei mich an.
Wie es möglich ist,
dass ich zweimal in mir leben kann.
Wohnen doch zwei Seelen auch in meiner Brust.
Und die eine will nicht,
was die andre tuen muss.
Ratlos sehen Freunde mich.
Ist er's oder ist er's nicht?
Denn ich weine oder lache
ganz danach, als was ich erwache.
Heute traurig, morgen froh.
Schwarz und weiß, es ist nun einmal so.
Denn ich bin ja nie allein.
Ich bin Abel, ich bin Kain.
Manchmal steh ich neben mir
[...]
So fürchte ich mein Spiegelbild,
weil es so anders ist als ich.
Hasse mich.
Liebe mich.
Weil mir schwarz und auch weiß niemals gilt.
Denn ich kann mich nicht vereinen.
Muss beim Lachen Tränen weinen.
Fühle Liebe, fühle Hass.
Beides wild und ohne Maß.
Heute Hoffnung, morgen tot,
Schwarz und weiß, das ist mein täglich Brot,
Denn ich bin ja nie allein.
Ich bin Abel und auch Kain.
Manchmal steh ich neben mir




Als ich diesen Song das erste Mal hörte, musste ich sofort weinen. Man mag es kaum glauben, aber solche Emotionen habe ich selten, wenn ich einen Song das erste Mal höre. Ich weine nicht so leicht, zwar bekomme ich schnell mal Gänsehaut und einen Kloß im Hals, aber hier kam alles zusammen. Der Grund dafür ist, dass jede einzelne Zeile mich ziemlich gut beschreibt.
Eric Fish sagt Folgendes zu seinem Song: Obschon ich in keiner Weise astrologiegläubig bin, komme ich mitunter nicht umhin festzustellen, dass die dem Sternbild ZWILLING zugeschriebenen Eigenschaften, meinem Sternbild, Teil meines Wesens zu sein scheinen.
Auch ich bin ein Zwilling, geboren am 13.06.1992 und mittendrin im Sternbild. Das spielt aber keine Rolle, auch ich bin nicht astrologiegläubig, aber Eric Fish beschreibt in diesem Song genau das, was in mir drin abgeht. 

Ich bin kein einfacher Mensch und mach es mir selbst auch nie einfach. Ich zu sein ist Fluch und Segen zugleich, denn in mir wohnen (mindestens) zwei Personen. Ich bin emotional sehr unbeständig und gleichzeitig in meiner Unbeständigkeit sehr eindringend, leidenschaftlich, ehrlich und fokussiert. Wenn ich hasse, dann hasse ich und zwar ohne Grenzen. Gleiches gilt für die Liebe - beides ohne Maß, ohne Schattierungen, sondern klar, deutlich und wahrhaftig.

In meinem "Realtalk" vor 6 Wochen auf Instagram (zu finden auf meinem Instagram Profil in den Highlights unter "Realtalk" und dann vorscrollen bis "Vor 6 Wochen") habe ich schon mal deutlich gemacht, was mir an einer Freundschaft wichtig ist. Für mich steht Loyalität z.B. an oberster Stelle. Das grenzt schon mal viele Menschen aus und deswegen habe ich auch nur eine Handvoll Freunde. Ich habe in den Jahren so viel über Menschen gelernt, dass ich mittlerweile kaum noch Menschen an mich und mein Inneres ranlasse. Nicht viele Menschen haben dieses Privileg. 


Ich zu sein hat aber auch seine Schattenseiten - immer dann, wenn ich mich selbst nicht steuern kann bzw die Kontrolle über mich verliere(n) (muss). Wenn mein Inneres wieder seine eigenen Spiele spielt und die Kontrolle über mich hat. Das kommt zum Glück immer seltener vor, weil ich gelernt habe mit meinem zweiten Ich umzugehen, aber es kommt noch vor. Das letzte Mal, als ich mit meinem zweiten Ich in Konflikt stand war letzte Woche. Es treibt mich nicht mehr so doll um, aber es beschäftigt mich und das wird es mein Leben lang. Seit ich das eingesehen und akzeptiert habe geht es mir viel besser. Mittlerweile liebe ich alle meine Fasetten und auch all meine Zweifelhaftigkeiten, alle meine zwielichtigen Dämonen in mir, alles was mich aus macht, denn ich weiß jetzt, wie besonders ich bin und das ist nichts Schlechtes, sondern eigentlich ziemlich cool! Jeder tränenreiche Tag ist ebenso schön, wie ein mit Lachen gefüllter Tag. Die zwei Seelen in mir tanzen mittlerweile zusammen und gehen nicht mehr mit dem Messer aufeinander los. So unterschiedlich sie sich auch sind, sie hassen sich nicht mehr sondern gehen ihre Wege, jedes einzeln für sich aber in der Gesamtheit dann doch zusammen.

Es raubt mir oft all meine Kräfte und ich brauche meine Zeit, um wieder aufzustehen aber ich habe so viele Quellen, aus denen ich Kraft tanken kann, dass es mittlerweile ein leichtes Spiel für mich ist. Ich kann mit allem viel leichter umgehen. 


Ich zu sein ist Fluch und Segen zugleich, aber eines weiß ich: Ich bin nie allein, denn in mir wohnen (mindestens) zwei Personen und mit denen klar zu kommen und beide immer bei Laune zu halten, ist eine Lebensaufgabe, welche mich nie langweilen lässt.
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