Ein Leben zwischen Ablehnung und Verlustängsten

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Kennt ihr das, wenn man Angst hat jemanden zu verlieren? Klar, jeder kennt das. Aber es gibt Menschen, bei denen ist diese Verlustangst unerträglich! Es gibt Menschen, die sind geplagt von Empfindungen, wie starken/panischen Ängsten, Trauer etc. und dies geschieht immer dann, wenn sich eine Person verabschiedet (meistens für längere Zeit, wenn nicht sogar für immer)
Es gibt Menschen, die rasten komplett aus, wenn der Partner sich mit Freunden treffen will und eben mal keine Zeit für den Partner hat. Es gibt Menschen, die empfinden Trauer, wenn der Partner sich für bestimmte Zeit nicht meldet oder verreist. Diese Trauer ist für diese Menschen so schlimm, dass der Alltag für sie unmöglich zu bestreiten scheint. Sie glauben dann sie wären vielleicht eifersüchtig und es wäre normal, weil es bei ihnen eben so ist, bis sie merken, als der wertgeschätzte Kollege die Firma verlässt und sie wieder am Boden zerstört sind oder neben sich stehen, dass es um was ganz anderes geht und sie ein generelles Problem mit Verlusten haben. Der Partner verreist oder geht nur arbeiten – du wirst verrückt, die Mutter ist 2 Tage auf Dienstreise – du wirst verrückt, der Kollege verlässt die Firma – du wirst verrückt, du ziehst weg und lässt Freunde und Familie zurück – du wirst verrückt, ein Freuend zieht weg – du wirst verrückt.
Doch woran liegt das?

Tja, das ist eine gute Frage. Ich hab mich damit ein wenig beschäftigt und denke dafür gibt es glaube ich viele Ursachen. Eine davon liegt in der frühen Kindheit, wenn nicht sogar im Baby-/Kleinkindalter. Ihr werdet es nicht glauben, aber selbst wenn man 2 Wochen alt ist kann man schon ein Trauma erleiden, welches dann später im Jugendlichen-/Erwachsenenalter erst zum Ausbruch kommen. So kann ein Grund sein, dass die Mutter erst zu spät oder gar nicht reagiert, wenn das Baby schreit und keine Aufmerksamkeit bekommt. Oder die Mutter verlässt den Raum, obwohl das Baby dringend Nähe brauch und das ganz schlimm empfinden. Sowas prägt. Es ist möglich, dass das alles nicht verarbeitet werden kann und das zieht sich dann Jahre hin, bis es zum Ausbruch kommt in Form von den oben genannten Symptomen. Viele Menschen sind sich das gar nicht bewusst, deswegen schreibe ich einen Blogpost darüber.
Einige Menschen erkennen diese Verlustangst nicht als Problem als solches und versuchen weiter damit zu leben, auch wenn sie dadurch leiden. Dabei müssen sie das gar nicht, wenn sie sich selbst reflektieren, bei ihren Eltern nachfragen oder ihre Kindheit analysieren. Natürlich kann es passieren, dass deren Eltern dazu nichts sagen können, weil sie es vielleicht gar nicht so empfunden oder gar vergessen haben. Aber es kann natürlich auch sein, dass ein vorgeburtliches Trauma vorliegt. Jetzt fragt ihr euch vielleicht „Hää, wie geht das denn.“ Aber es ist vergleichbar mit einer schwangeren, depressiven Frau. Diese kann es auch auf das Baby übertragen und ich gebe euch Brief und Siegel, dass das Baby im Kindesalter sehr schwer erziehbar ist, wenn nicht sogar irgendwann selbst starke Probleme mit Depressionen bekommt. So kann es auch mit den Verlustängsten sein. Ich will euch jetzt keine Angst machen, da es nicht immer so kommen muss ;) aber es kann ein Grund sein!
Bitte denkt jetzt aber nicht, dass das Kind später an Verlustängsten leidet, nur weil die Mutter in der Schwangerschaft daran gelitten hat. Da spielen bei den vorgeburtlichen Traumata andere Faktoren eine Rolle. Leider kann ich die euch aber nicht nennen, da ich mich damit auch nicht so auskenne. Ich weiß nur, dass es die gibt. Ob genetische Faktoren auch Einfluss nehmen weiß ich nicht. Das kann ich euch leider nicht sagen. Natürlich können auch Todesfälle, das Verlassenwerden vom Partner aufgrund eines Seitensprungs oder Scheidungen Gründe für Verlustängste sein. Auf jeden Fall spielen frühkindliche Traumata eine große Rolle.

Habt ihr Probleme mit Verlusten? Lasst uns in den Kommentaren diskutieren, wenn ihr wollt.

Was es mit der „Ablehnung“ auf sich hat erzähl ich euch in einem der nächsten Posts :)

eure

4 liebe Kommentare ♥

» jessi831 | 26. März 2012 um 21:45

Das hast du sehr gut geschrieben :-)

Ja ich leide sehr unter Verlustängste- habe das lange selbst nicht so realisiert. Mein Partner hat mich nach 7 Jahren verlassen und mir ist jetzt erst (auch mit therapeutischen Unterstützung) bewusst geworden das es an meiner Vergangenheit liegt.

Leider bringt mir das meinen Freund nicht wieder zurück jetzt wo ich weiß wo mein Problem liegt und daran arbeite :-(

» Romi | 27. März 2012 um 11:03

Ich finde deinen Post auch sehr gut.:)
LG Romi

» melancholisches_Mädchen | 27. März 2012 um 17:29

@jessi831 das ist echt bitter :( Deshalb habe ich auch den Blogpost geschrieben, damit die Menschen, denen es auch so geht, wachgerüttelt werden und es erkennen in welcher misslichen Lage sie sich befinden! Aber hey Kopf hoch, alles was im Leben passiert ist für etwas gut (fast alles)

@Romi danke dir :)

» SansSouci | 27. März 2012 um 19:05

Meine aller beste freundin und ich sehen uns berufbedingt alle 4-5 wochen nur, und dann nur für ein tag:/. wir nehmen uns diesen tag und reden über das leben und soo.. . und am abend gehen wir dann zusammen weg (disco/bar).
und am nächsten morgen sagen wir dann auf wiedersehen, jeder von uns mit na träne im auge :D, wir verscheißern uns dann immer gegenseitig:').
dann kommt die freude auf das wiedersehen..gefolgt vom gefühl der verlustangst.

Bei mir ist das so, ich bin überhaubt nicht gerne alleine, ich muss immer jemanden in meiner nähe haben.

kann mich der Romi nur anschließen :))

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